Die IGS Kalbach-Riedberg: Eine Schule mit Profil

Die IGS Kalbach-Riedberg ist eine Teamschule, eine Ganztagsschule, eine Schule mit dem Profil „Sprache und Kommunikation“. Bei uns wird in Zusammenhängen mit Verstand, Phantasie, künstlerischem und handwerklichem Geschick gearbeitet. Weil wir Vielfalt für eine starke Kraft halten und viel Erfahrung im Umgang mit dieser Vielfalt mitbringen, können auf unsere Schule Kinder mit einem Förderbedarf, Kinder mit einer Haupt-, Real- und einer Gymnasialempfehlung gehen. Diese vielfältige Mischung wünschen wir uns, denn bei uns gibt es auf allen Niveaus etwas zu entdecken! Die Klassen haben bei uns Apfelnamen. Die Geschichte dazu finden Sie in der Rede zur Einschulung (Downloads).

 

Sprache und Sprachen

Unser Profilschwerpunkt bezieht sich auf die unterschiedlichen Ebenen von Sprache, die Varietäten, Kompetenzen und die Fremdsprachen gleichermaßen. Wir fördern Kinder nicht nur, sondern fordern sie auch besonders heraus, indem wir beispielsweise im AG-Bereich auch Fremdsprachen anbieten und indem wir zu verschiedenen Präsentationen auch vor großen Gruppen anregen. Wir bieten Französisch ab dem sechsten Schuljahr und voraussichtlich auch Spanisch ab dem siebten Schuljahr an. Besonders Kinder, deren Familiensprache auch Französisch oder Spanisch ist oder die bereits Spracherfahrungen mit diesen beiden Sprachen haben, freuen sich über diese frühen sprachlichen Anregungen. In jedem Jahr führen wir ein englischsprachiges Projekt (Lernbereich „Natur und Technik“ und „Kultur und Gesellschaft“) durch. Hier erhalten die Schülerinnen und Schüler Material auf unterschiedlichen Sprachniveaus.

Selbstverständlich besuchen auch Kinder unsere Schule, die noch ganz andere sprachlichen Erfahrungen haben. Mit speziellen Angeboten im Bereich Grammatik und mündlicher Ausdruck in den Fachbüros möchten wir Kinder unterstützen, sich gut auszudrücken. Deshalb ist jeder Unterricht für uns auch Sprachunterricht: Ob Fachsprache, Bildungssprache, Umgangssprache oder situationsangemessenes Sprechen und Schreiben – wir legen Wert auf Sprache (sprachsensibler Unterricht).

 

Kinderrechte sind der Handlungsrahmen

In einer Demokratie müssen alle Bürgerinnen und Bürger Verantwortzng für sich selbst und für andere, für ihr Tun und ihre Umelt übernehmen lernen. An unserer Schule beschäftigen wir uns deshalb ganz intensiv mit den Kinderrechten und ihre Umsetzung in der Schule. Weil uns Mitbestimmung, der Schutz von Interessen und Bedürfnissen, die Förderung und die Gleichheit alle Menschen so am Herzen liegt, haben wir die Kinderrechte zum Rahmen unseres pädagogischen Handelns gemacht. Das ist unserer Meinung nach die beste Übung für die späteren Demokraten. Im Lernbereich „Verantwortung“ werden deshalb ethisch-moralische, politische und religiöse Themen besprochen und erarbeitet und mit einer Handlung verbunden. Diese Handlungen sind auf die Gemeinschaft bezogen und sollen die Verantwortung, die jeder von uns hat, spürbar werden lassen.

Im Klassenrat werden Initiativen der Kinder besprochen und verhandelt, Ideen ausgebrütet und die SV-Arbeit gemacht.

Weil uns Mitbestimmung, der Schutz von Interessen und Bedürfnissen, die Förderung und die Gleichheit alle Menschen so am Herzen liegt, haben wir die Kinderrechte zum Rahmen unseres pädagogischen Handelns gemacht.

 

Lernen benötigt viele und unterschiedliche Perspektiven, Zugänge und Ereignisse

Gemeinsam und individualisiert lernen ist kein Widerspruch. An unserer Schule gibt es verschiedene Gelegenheiten, um etwas gemeinsam zu machen. Feste werden gefeiert, in Projekten wird an komplexen Themen gearbeitet, zu Schulversammlungen treffen wir uns und würdigen besondere Leistungen. Im Fachbüro arbeiten die Kinder in jahrgangsgemischten Gruppen an verschiedenen Themen aus den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch und können sich dabei helfen oder auch Wissenslücken miteinander schließen. Diese gemeinsamen Erlebnisse und Lernerfahrungen stärken Kinder und Jugendliche und machen immer wieder Absprachen und Kompromisse notwendig. Das halten wir für eine wichtige Erfahrung, die in Zukunft noch wichtiger sein wird als heute.

anfang1Neben diesen gemeinsamen Lernerfahrungen brauchen Kinder aber auch unterschiedliche Angebote, verschiedene Aufgaben, Anregungen auf verschiedenen Niveaus, um sich selbst weiter zu entwickeln. Auch darauf sind wir eingestellt und haben deshalb unseren Tag in verschiedene Lerngelegenheiten eingeteilt. Konzentriertes Arbeiten allein oder zu zweit wechselt sich ab mit Kleingruppenarbeit oder Zuhören in der Großgruppe (Versammlung), die Phasen selbstständigen Arbeitens in den Fachbüros wechseln sich ab mit Projektphasen, Fachintensivs, Sport und Ästhetische Bildung. Im Klassenrat ist soziales Lernen und Partizipation angesagt. Lesen, Schreiben, Rechnen, fachlich Arbeiten wechselt sich ab mit Laufen, Bewegen, Spielen und Theater spielen und in der Werkstatt arbeiten. Jahrgangsübergreifende Phasen wechseln sich ab mit eher jahrgangsbezogenen Lernphasen in den Fachintensivs.

Wir arbeiten vom fünften bis zum zehnten Schuljahr binnendifferenziert. Die Schülerinnen und Schüler erhalten in allen Lerngelegenheiten individuelle Anregungen, Fragestellungen und Aufgaben und werden nicht in Leistungskursen getrennt unterrichtet. Besonders anspruchsvollen Fragen und Aufgaben kann man sich im Projekt zuwenden. Hier werden echte Forscherfragen gestellt und geknackt.

Zusammenarbeit mit den Grundschulen

Wir kooperieren mit einigen Grundschulen in der Region und unterstützen es, dass Kinder in einer Gruppe von Freundinnen und Freunden zu uns kommen. Die in mehreren Jahren aufgebauten Beziehungen sind uns wichtig.