Mareike Klauenflügel

Nach meinem Weg als IGS-Schülerin an der Helene-Lange-Schule in Wiesbaden in den 1990er Jahren, als ausgebildete Gymnasiallehrerin, mit Erfahrung in Oberstufenkursen und Abitur (um einmal „die andere Seite“ kennenzulernen und zu erfahren) und ehemalige Ausbildungsbeauftragte für Lehrkräfte für Politik und Wirtschaft des Studienseminars für Gymnasien in Darmstadt, gestalte ich mit großer Freude die Arbeit an der IGS Nordend seit fast vier Jahren mit, zunächst für drei Jahre als pädagogische Leiterin, seit Anfang des Jahres als Stufenleiterin. Mein Selbstverständnis als Lehrerin für Politik & Wirtschaft und Englisch und meine Idee von einer gelingenden Schule, ist geprägt von einer tiefen Überzeugung, dass Bildung und Erziehung einen wichtigen Beitrag leisten zur Basis einer demokratischen Gesellschaft, die auf den Menschenrechten fußt und in der jede_r ihren_seinen Platz hat und die individuelle Stimme Gehör finden kann. Dazu braucht es Schulen, die den Blick auf das einzelne Kind und gleichzeitig auf die vielfältige Gemeinschaft richten, jedem Kind die Zeit und die Ressourcen zur Verfügung stellen, die es braucht und es auf seinem Lebensweg ein Stück begleiten.

Deshalb leiten mich bei meiner Arbeit in der Konzeptgruppe für die IGS Kalbach-Riedberg folgende Grundideen:

Die INTEGRIERTE GESAMTSCHULE macht es möglich, dass Kinder aller Lernniveaus – ob Gymnasial-, Real-, Haupt- oder Förderschule -, aller Hintergründe, aller Sprachen und aller Identitäten gemeinsam ihren Weg gehen können – ohne Sitzenbleiben, in gemeinsamen und differenzierten Lernsituationen, mit Momenten, um die eigenen Stärken und Schwächen zu entdecken und mit ihnen zu arbeiten.

Die TEAMSCHULE macht es möglich, dass wir als Lehrkräfte gemeinsam auf die Kinder schauen und einen bestmöglichen Weg mit ihnen und ihren Eltern finden, uns absprechen, Arbeit teilen, Räume schaffen, gemeinsam planen und reflektieren.

Die SPRACHE gibt Menschen ein Werkzeug, um sich hörbar und verständlich zu machen – mit ihren Bedürfnissen und Anliegen, in Absprachen und Verhandlungen, im Lernprozess und dem sozialen Miteinander. Schüler_innen Räume zu eröffnen, um die notwendige Sprache zu lernen, sie in sozialen Zusammenhängen zu üben und durch eine wirkliche Mitbestimmung in der Schule auch dort hörbar zu machen, fördert ihr Selbstwertgefühl und ihr demokratisches Verständnis.

Ich freue mich auf die weitere Arbeit für die IGS Kalbach-Riedberg.